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Einzelansicht News MX Cup

ADAC MX Bundesendlauf

Für die Jugendklassen ging es am letzten September-Wochenende zum ADAC MX Bundesendlauf – dieses Jahr im „Dreetzer Sandkasten“.

 

Aufgrund der Rennüberschneidung mit dem MX-Cup, reisten lediglich die Nominierten der Klassen 50ccm und 65ccm an. Alleinig Marius Schricker, der erst zum Halbjahr auf die große 125ccm-Maschine gewechselt war, hielt die Fahnen in der großen Klasse hoch.
Bereits im Vorfeld war zu erahnen, dass sich im tiefen Sand der Vorjahres-Erfolg nicht wiederholen lässt. Da es in Nordbayern keinerlei Sandstrecken gibt, haben die Fahrer hier einfach keine Möglichkeit ordentlich zu trainieren.

Dennoch zeigten alle Fahrer am Samstag gute Leistungen und konnten sich in den Zeittrainings gute Ausgangspositionen für die Qualifikationsrennen am Sonntag erfahren.

 

Mit dem früh morgendlichen Warm-up fiel der Startschuss zum Rennsonntag. Die MX-Kids aus Nordbayern kamen gut zurecht und Max Weber konnte in der Klasse 65ccm sogar die schnellste Zeit am Morgen setzen. 50ccm-Pilot Maxi Deyerlein hingegen musste leider mit technischem Defekt bereits Sonntagfrüh die Veranstaltung beenden.

 

50ccm:

Im ersten Halbfinale der 50ccm-Klasse ging es bereits in Kurve 2 heiß her. Leon Meyer konnte hier die Lücke finden und sein KTM SX50 im vorderen Drittel der 35 Starter platzieren.
Weniger Glück hatten dabei Paul Steinke und Maxi Voith. Beide mussten das Feld von hinten aufrollen, was mit den kleinen Motorrädern im tiefen Sand alles andere als einfach ist. Somit konnte sich in diesem Lauf lediglich Leon Meyer für das Finale qualifizieren, während Maxi Voith und Paul Steinke den Finaleinzug leider ganz knapp verpassten.
Im zweiten Halbfinale waren mit Hannes Kolb und Alexander Lösel zwei Nordbayern am Gatter. Während Hannes Kolb einen guten Start erwischte und sich in den TOP15 festigen konnte, musste sich Alexander Lösel nach Sturzpech durchs Feld kämpfen. Nach starker Leistung erreichte der Husqvarna-Pilot kurz vor Schluss die ersehnten TOP20 und zog ins Finale ein.
Im Finale hieß es dann: Durchhalten und nicht stürzen.
Hier kämpften sich Hannes Kolb und Alexander Lösel tapfer durch das ungewohnte Terrain und platzierten Ihre Bikes in den TOP 25.

65ccm:

Das erste Halbfinale sollte für das Team Nordbayern ein Albtraum werden. Mit gleich vier nordbayerischen Fahrern war dieses Halbfinale gut besetzt. Als das Startgatter fiel, war es Nico Kindl, der auf seiner KTM den Holeshot holte. Allerdings nicht für lange – wenige Meter nach der Startkurve kam der Oberpfälzer zu Fall und musste das Feld ziehen lassen. Neben ihm ein weiterer Fahrer – Max Weber. Beide Nordbayern waren somit am Ende des Feldes zu finden.
Gut ins Rennen gestartet sind jedoch Fynn Russ und Christopher Lösel. Beide agierten zu Beginn in den TOP 10 des stark besetzten Feldes mit 35 Fahrern. Während Max Weber sich im Lauf des Rennens vom letzten Platz bis auf Platz 8 nach vorne kämpfte, lief es für die drei weiteren Fahrer alles andere als gut: Nico Kindl, bereits an den TOP10 angeklopft, musste nach Sturz von den Sanitätern behandelt werden. Glücklicherweise konnte Nico die Strecke schlussendlich selbst verlassen, das Finale war jedoch gelaufen. Auch vom Sturzpech nicht unverschont blieb Christopher Lösel. Der Umsteiger konnte seinen Lenker nach einem harmlosen Sturz nicht aus dem tiefen Sand befreien und verlor viele Positionen. Leider war das Finale auch für ihn somit abgehakt. Fynn Russ, der sich tapfer in den TOP10 hielt, schied tragischer Weise kurz vor Schluss mit einem kapitalen Motorschaden aus. Ein wirklich schwarzes Halbfinale für die nordbayerische Mannschaft.
Besser lief es in Halbfinale 2. 65ccm-Aushängeschild Samy Inhofer startete gut und begann das Rennen auf Platz 6. Schnell machte der Husqvarna-Pilot Druck und schob sich bis auf Platz 2 nach vorn. In der letzten Runde konnte Samy dann sogar am Führenden vorbei gehen, stürzte jedoch zwei Kurven später und kam als guter Zweiter ins Ziel. Mehr Arbeit hatte Max Meyer, der als Letzter ins Rennen startete. Er konnte sich dennoch mit starker Leistung für den Finaleinzug qualifizieren.

Kurz vor dem Finale der 65ccm-Klasse gab es noch einen herben Rückschlag für Team Nordbayern. Nachdem Max Weber im Halbfinale mehrfach Bodenkontakt hatte, war der Gasgriff an seinem Motorrad defekt. Leider wurde das erst kurz vor dem Start bemerkt und die Reparaturen konnten nicht schnell genug durchgeführt werden. Aufgrund der Vorstart-Regelung, konnte Max somit nicht am Finale teilnehmen.
Für Samy Inhofer klappte der Start zum Finale gut – er kam in den TOP 10 ins Rennen. Der Husqvarna-Fahrer zeigte eine tolle Fahrt, fuhr dieselben Rundenzeiten wie das Spitzen-Trio und schloss zügig auf die TOP5 auf.
Leider warf ihn ein kurzer Sturz zurück, sodass Samy auf Platz 6 finishte.
Für Max Meyer war auch dieser Lauf wieder alles andere als einfach. Der noch kleine Umsteiger musste von Platz 40 aus ins Rennen starten und peitschte die Yamaha durchs Feld. Mit einer fehlerfreien Fahrt kämpfte sich der Allersberger vom letzten auf den 23. Platz. Eine wirklich respektable Leistung, wenn man bedenkt, dass Max einer der jüngsten Starter war.

 

Bei den 125ccm-Fahrern war es Marius Schricker der beide Wertungsläufe auf seiner KTM antreten konnte.
Nachdem Marius Lauf 1 auf Platz 22 beendet hatte, startete der Waldershofer super in Lauf 2 und hielt sich lange in den TOP10.
Auch er war einer der jüngsten Starter und konnte sich tapfer gegen die ältere Konkurrenz behaupten. Zum Schluss musste er jedoch dem hohen Tempo Tribut zollen und ging zweimal zu Boden. Endresultat: Platz 19.

 

Als Fazit kann man sagen: Ein lehrreiches Wochenende für die Fahrer, die sich im ungewohnten Sand gut geschlagen haben. Auch wenn die Nordbayern dieses Jahr vom Pech verfolgt waren, hat die Mannschaft mit ihren jungen Talenten eine gute Aussicht auf 2019.